Max Brod über Franz Kafka (1968)



“Er lebte dichtend und er dichtete lebendig.” Max Brod
Ausschnitt aus einem Gespräch mit Georg Stadtler aus dem Jahr 1968. Das Gespräch in voller Länge hier:
Max Brod wurde 1884 in Prag geboren und starb 1968 in Tel Aviv, er war 1939 vor den Nationalsozialisten ins damalige Palästina geflohen. Im Gespräch mit Georg Stadtler – es war vermutlich das letzte große Interview vor seinem Tod – geht es um seine lange Freundschaft mit Franz Kafka. Bedeutungsvoll sind seine Verdienste um den Erhalt der Werke des Schriftstellers Franz Kafka als deren Herausgeber, Bearbeiter und Interpret. Eingeblendet werden während des Gesprächs Fotografien aus dem alten Prag, die illustrieren, wie das Leben dort damals ausgesehen hat.
Hinweis: Bei diesem Beitrag gibt es DEUTSCHE UNTERTITEL!

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30 thoughts on “Max Brod über Franz Kafka (1968)”
  1. Zeit meines Lebens ist Kafka für mich DER Dichter überhaupt und nun finde ich erst jetzt ausgerechnet Max Brod, wie er dabei aufgenommen wurde wie er über seinen Freund sprach. Dass es etwas derart Greifbares und Authentisches über Kafka gibt, ist mir eine Freude sondergleichen und eigentlich kaum zu glauben. Wunderbar!

  2. Oh man….., mit 54 Jahren komme ich erst auf solche Seiten…Seufz…Ich weiss ja nicht, wie es meinen Mitmenschen geht, aber zur Zeit, komme ich immer auf Seiten, wo ich mir denke….oh, weia, wieder erkannt, dass ich "Nichts" weiss, rein gar nichts😂

  3. Schade, dass Max Brod sich scheinbar wenig Gedanken über die Wirkung von Franz Kafkas Stil gemacht hat. "Er lebte dichtend und er dichtete lebendig" passt zu der Faszination von Max Brod, aber beschreibt Kafkas Genie nur sehr dürftig.

  4. Irgendwann fühlte sich wohl jeder moderner Literatur Zugetaner wie ein Alter Ego von K. Trotzdem bleibt er ein Rätsel. Wichtig ist die Beobachtung, dass er Vieles, was man später todernst nahm, komisch meinte.

  5. Please, contact some german-brazilian (not my case) to provide translation and subtitles for this video. Kafka is extremaly important for us in Brazil, because we living in a kafkaesque country.

  6. Ein faszinierendes und aufschlussreiches Interview. Ein wunderbarer Mensch. Vielen Dank Dafür. Eine echte Rarität. Habe lang nach etwas Derartigem gesucht

  7. Unfassbar, was für ein hohes rhetorisches Niveau damals noch selbstverständlich war. Wenn ich mir dagegen heutige Talkshows und Interviews gebe, möchte ich heulen.

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